Intelligentere Erweiterung spart Millionen durch Leistungsmessung bei Roxtec International

Roxtec International stellte durch Leistungsmessungen fest, dass ihr tatsächlicher Leistungsbedarf wesentlich geringer war als berechnet, was bei der Erweiterung Millionen einsparte.
Roxtec International

Roxtec International produziert Kabel- und Rohrdurchführungen, die Installationen vor Feuer, Gas, Wasser, Vibrationen und elektromagnetischen Störungen schützen. 

Die Heraus-forderung

Als Wartungsverantwortlicher Pontus Jönsson 2022 mit SenseNode begann, den Energieverbrauch zu messen, ging es ursprünglich darum, den Verbrauch besser zu verstehen und zu dokumentieren. Doch die Messungen erwiesen sich als entscheidend für die geplante Erweiterung. 

Wartungsverantwortlicher Pontus Jönsson zeigt die geplante Erweiterung. 

Überraschende Verbrauchsmuster

Die Messungen zeigten schnell ein unerwartetes Muster—der höchste Leistungsbedarf entstand im Sommer, nicht wie vermutet im Winter. Der Grund war das integrierte Wärmesystem des Unternehmens, bei dem die Abwärme des Extruders im Winter als Fernwärme wiederverwendet, im Sommer jedoch gekühlt werden musste. 

Faktenbasierte Erweiterung

Aufgrund steigender Nachfrage plante Roxtec eine umfangreiche Erweiterung. Üblicherweise berechnet man den Leistungsbedarf, indem man die Spitzenleistung aller Verbraucher summiert und anschließend pauschal reduziert, da selten alle Maschinen gleichzeitig laufen. Im Vergleich der theoretischen Berechnungen mit tatsächlichen Messdaten von SenseNode zeigte sich eine deutliche Diskrepanz—die realen Spitzenlasten lagen oft bei nur einem Drittel des berechneten Bedarfs. 

„Durch die Dimensionierung auf Basis realer Daten statt theoretischer Berechnungen konnten wir Kosten in Millionenhöhe vermeiden.“

Pontus Jönsson, Wartungsverantwortlicher

Konkrete Einsparungen
Bessere Nutzung von Solarenergie:

Messungen bestätigten, dass Spitzenzeiten der Solaranlage perfekt mit dem Energiebedarf des Unternehmens übereinstimmen, was den Eigenverbrauch maximiert und die Wirtschaftlichkeit verbessert.

Reduzierung der Leistungsabonnements:

Dank besserer Kontrolle konnten zwei von vier Leistungsabonnements gekündigt werden.

Vermeidung unnötiger Investitionen in einen Hochspannungstransformator:

Die Messdaten zeigten deutlich geringeren Leistungsbedarf, wodurch die geplante Investition in einen neuen Hochspannungstransformator vermieden wurde und mehrere Millionen SEK eingespart wurden.

Unterschätzter gesellschaftlicher Nutzen

Überdimensionierte Leistungsberechnungen sind weit verbreitet und führen zu unnötigem Ausbau des Stromnetzes. Aufgeblasene Schätzungen führen oft dazu, dass übermäßig viel Leistung installiert wird, die später ungenutzt bleibt. Aufgrund begrenzter Netzkapazitäten besteht zudem das Risiko, dass mögliche Investitionen oder Erweiterungen nicht stattfinden.

„Wenn mehr Industrien über genaue Stromzähler verfügen würden, wäre das für das gesamte Stromnetz von großem Nutzen.“

Pontus Jönsson, Wartungsverantwortlicher

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